Frankfurter vergessen Pokal

Georgsmarienhütte. von Fabian Pieper

Die Neulinge präsentierten sich stark, den Titel gewann jedoch ein alter Bekannter: Beim 39. E-Jugend-Pfingstcup des SV Harderberg setzte sich der Nachwuchs des VfL Osnabrück gegen ein starkes Teilnehmerfeld durch und holte den Pokal zum erst zweiten Mal in die Region.

Wie bereits im letzten Jahr stand der Titelverteidiger FSV Frankfurt in Harderberg unter besonderem Druck: „Es stimmt, wir haben den Wanderpokal wieder in Frankfurt vergessen“, erklärte Trainer Emre Ugurlu, der das Team seit dieser Saison betreut und die Trophäe aus dem letzten Jahr nicht auf dem Schirm hatte. Ein Jahr zuvor löste der FSV das Problem, indem er das Turnier gewann. Zum dritten Streich in Folge reichte es jedoch nicht; somit muss nun der Pokal irgendwie nach Osnabrück kommen.

 

noz 1VfL gewinnt gegen Wehen im Finale

Beinahe wäre der Weg jedoch ein kurzer gewesen: Im letzten Endrundenspiel standen sich der VfL Osnabrück und Turnierdebütant SV Wehen Wiesbaden gegenüber. Es ging um nicht weniger als den ersten Platz, zur Freude der vielen Zuschauer aus der Region setzte sich der VfL verdient mit 3:1 durch. Die Lila-Weißen holten, nach dem SV Bad Laer im Jahr 1994, den Pokal zum zweiten Mal in die Heimat – und unterstrichen die glänzende Verfassung der Mannschaft. „Ein Sieger, der es verdient hat“, urteilte Organisator Peter Kompa bei der Siegerehrung und wurde in seiner Meinung von VfL-Trainer Fabian Hebbeler gestützt: „Großes Lob an die Mannschaft, sie hat überragend gespielt.“ Außerdem fand er: „Schön, dass wir als größter Verein der Region uns so gut präsentieren konnten.“

Besonders gut präsentierte sich auch die TSG Burg Gretesch. In einer Gruppe mit dem als Turnierfavoriten gehandelten FC Rot-Weiß Erfurt holte sich die Mannschaft den zweiten Platz und zog damit in die Zwischenrunde ein. Dort war lediglich der Turniersieger eine Nummer zu groß, doch mit zwei weiteren Siegen und einem Unentschieden war die Endrunde um Platz 6 bis 10 gebucht. „Wir wussten, dass wir Fußball spielen können“, ließ Trainer Nils Hörmeyer durchblicken, gab aber zu: „Das war so nicht zu erwarten.“ Am Ende stand Platz sieben von 40 Teams in der Endabrechnung.

noz 3Internationale Starter mit Problemen

Die Sorgenkinder kamen von weiter weg. Mickleover Sports aus Derby (England) schied bereits in der Vorrunde aus, Legia Warschau sagte kurzfristig komplett ab. Der FC Emmen und VV Capelle aus den Niederlanden schafften es immerhin in die Zwischenrunde. Einzig der SC TWL Wien kam in die Endrunde, hatte aber nicht mit einem solchen Erfolg gerechnet, sodass ein noch zu erwischender Flug in die Heimat eine Endrundenteilnahme verbaute.

„Abgesehen davon lief das Turnier absolut reibungslos“, zeigte sich Moritz Wilker erfreut. Der 27-Jährige steht, gemeinsam mit seinen Orga-Team-Kollegen Christian Kremer und Michael Schlinge, für eine Wachablösung beim Traditionsturnier. Die drei, die das Presseteam des SVH bilden, leiteten das Turnier erstmals als Cheforganisatoren – freilich nicht ohne Unterstützung der „alten Garde“ um Peter Kompa, Kai Richter und E-Jugend-Leiter Sven Koch. „Es gab viel positives Feedback seitens der Teams und der über 700 Zuschauer“, freute sich Wilker.

Freundschaftsspiel statt Heimreise

Und auch für ein sportliches Drama gab es ein Happy End: Der FC Süderelbe Hamburg war nachdem Ausscheiden in der Vorrunde traurig über das frühe Ende der Reise ins Osnabrücker Land. Doch zum Glück boten die Sportfreunde Oesede kurzfristig ein Freundschaftsspiel für den Sonntagmorgen an – ein treffendes Beispiel für gelebte Sportlichkeit beim Pfingst-Cup.

 

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