40. internationaler E-Jugend-Pfingstcup beim SV Harderberg mit Holstein Kiel, Carl Zeiss Jena und VfL

Zum 40. Mal treffen sich an diesem Wochenende Teams aus drei europäischen Ländern zum internationalen E-Jugend-Pfingstcup beim SV Harderberg. Zum Jubiläum fehlen zwar die ganz großen Namen, an Attraktivität soll das Turnier aber nicht verlieren.

GMHütte. Von der ersten Stunde an federführend dabei ist Organisator und SVH-Vorsitzender Peter Kompa, bei dem auch in diesem Jahr alle Fäden zusammenlaufen und der dafür sorgt, dass das Turnier mit 40 Mannschaften reibungslos abläuft. „Die Vorfreude ist wieder riesig, Routine aber noch nicht eingekehrt. Es gibt einfach immer wieder neue Probleme“, berichtet Kompa. Die größte Herausforderung wurde ihm und seinem großen Helferteam am vergangenen Sonntag gestellt: Durch das Unwetter mussten kurzfristig noch sehr viele Aufräumarbeiten erledigt werden, sodass am Wochenende die Anlage für alle Besucher problemlos nutzbar ist.

Eine andere, in den letzten Jahre extrem schwer gewordene Aufgabe ist es, weiterhin für ein hochkarätiges Teilnehmerfeld zu sorgen, denn die Konkurrenz ist in den letzten Jahren so groß geworden, dass der Bundesliganachwuchs eher zu Turnieren mit einem größeren Budget fährt, wo die Unterbringung in Hotels erfolgt und nicht wie am Harderberg in Gastfamilien. „Das ist natürlich ein Wermutstropfen, soll der ganzen Sache aber keinen Abbruch tun. Wir haben immer noch ein außergewöhnliches Teilnehmerfeld“, unterstreicht Kompa. Die Talente von Holstein Kiel, dem FSV Frankfurt, von Carl Zeiss Jena und dem VfL Osnabrück sorgen für den Hauch von Profifußball. Mickelover Sports aus Derby, der englischen Partnerstadt von Osnabrück, sowie TWL Wien aus Österreich sorgen für den internationalen Anstrich.

Der Reiz des Turniers, gegen Spieler zu spielen, die später möglicherweise mal in der Bundesliga auflaufen, bleibt also. Immerhin waren am Harderberg schon Stars wie Mario Götze, Sami Khedira, Julian Draxler oder Sven Ulreich aktiv: „Wenn ich diese Spieler im TV sehe, sage ich immer zu meiner Frau: Schau mal, die waren auch schon bei uns. Da ist man schon stolz.“ In Erinnerung bleibt Kompa außerdem der ehemalige DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, der zu seiner Zeit beim VfB Stuttgart oft zu Gast war: „Der hat abends immer mitgefeiert und an der Theke gerne ein Bier mitgetrunken.“ Mit Eugen Gehlenborg hat sich in diesem Jahr immerhin der Vizepräsident des DFB angekündigt, um dem SVH zum Jubiläum zu gratulieren.

Und sonst? Kompa hofft, dass am Wochenende endlich wieder der Wanderpokal auftaucht. 2016 und 2017 fehlte dieser, weil der FSV Frankfurt ihn zweimal in der Heimat vergessen hatte. Vorjahressieger VfL Osnabrück hat so nur kurz die Möglichkeit, diesen in der Hand zu halten, ehe er am Sonntag (ab 9 Uhr) in der Vorrunde und Montag (ab 8.30 Uhr) in der Endrunde verteidigt werden soll. Neben dem VfL nennt Kompa Kiel und Frankfurt als Favoriten, hat aber einen Wunsch: „Ein Sensationssieger wäre ein Highlight.“ Bisher gelang es nur dem SV Bad Laer 1994 als Underdog und Osnabrücker Team, den Pokal zu holen.

Wir berichten aus Harderberg: Unser Reporter Lennart Albers ist vor Ort dabei. Von Lennart Albers

 

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Vorfreude auf die 40. Turnierauflage herrscht (von links) beim SVH-Vorsitzenden Peter Kompa,

Max Niemann, Moritz Wilker, Luka Beyer und Christian Kremer.

Foto: Hülsmann

 

Quelle: NOZ vom 18.05.2018, Seite 14