GMHütte. In den vergangenen vier Jahren haben der FSV Frankfurt (2015, 2016 und 2018) und der VfL Osnabrück (2017) beim E-Jugend-Pfingstcup des SV Harderberg das Geschehen dominiert. Bei der 41. Auflage des Traditionsturniers war der SV Darmstadt der verdiente Titelträger. Die Lilien blieben in allen zwölf Spielen der Vor-, Zwischen- und Endrunde ohne Gegentor und verwiesen den SC Wiedenbrück sowie Titelverteidiger Frankfurt und den VfL auf die weiteren Plätze.

 

VfL Osnabrück Vierter

Von Peter Vorberg

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Auf dem Siegerpodest jubelten die Junglilien ausgelassen mit einer Humba und stemmten den neuen Wanderpokal in die Höhe. „Gib mir ein H, gib mir ein U . . .“, rief Darmstadt-Kapitän Janis Ehring. Nach dem Abpfiff des letzten von vier Spielen in der Endrunde, die im Modus „Jeder gegen jeden“ ausgetragen wurde, war nach dem 0:0 gegen den SC Wiedenbrück erst einmal kurzzeitige Ungewissheit zu spüren, ehe dann doch der Jubel ausbrach. „Wir wussten nicht, wie der VfL gespielt hatte, und außerdem sagen wir den Kindern nicht, dass ein Unentschieden reicht“, erklärte Co-Trainer Alex Schmidt. 

Traumtore vom VfL

In der Finalrunde brachte sich der VfL zunächst durch Traumtore von Konstantin Sandkötter und Julian Rieken und einem 2:1-Sieg gegen Frankfurt in die Poleposition, verlor dann aber unerwartet gegen Wiedenbrück (0:1) und Darmstadt (0:3). Statt eines Sieges mit mindestens sechs Toren, die doch noch für einen Triumph hätten reichen können, gab es für die Lila-Weißen zum Abschluss ein 1:1 gegen den SC Verl. VfL-Trainer Felix Petersen nahm es gelassen, dass es „nur“ Platz vier wurde. „Uns ist nach dem tollen Spiel gegen Frankfurt mehr und mehr die Luft ausgegangen. Als Mannschaft haben wir uns insgesamt super präsentiert. Und dann müssen wir das akzeptieren.“

Der FSV belegte letztendlich Rang drei. Vor dem Titelverteidiger platzierten sich noch der Zweite Wiedenbrück und Sieger Darmstadt. „Bei einem Sieg wären wir zwar Erster gewesen, trotzdem freuen wir uns riesig über den zweiten Platz von 40 Mannschaften“, meinte Wiedenbrücks Trainer José Antonio Rubio Bejarano, der sieben Stützpunktspieler in seinen Reihen hat.

Voxtrup spielt stark auf

Abseits des VfL überzeugte aus der Region vor allem der VfR Voxtrup mit dem Vorrücken in die Trostrunde und einem zehnten Platz hinter dem TWL Wien, Eintracht Rheine, SV Rödinghausen und Altona 93. In die Zwischenrunde war der VfR zunächst nur als bester Gruppenvierter vorgerückt und kam dort nach Siegen gegen RW Damme (2:0) und Bad Laer (1:0) völlig überraschend weiter. Bei einem Erfolg gegen Darmstadt wäre sogar der ganz große Coup gelungen, aber gegen die Junglilien verlor Voxtrup nach einem umstrittenen Treffer 0:1. „Die Jungs haben heute grandios gespielt“ sagte VfR-Trainer Christian Schweer.

Gemeinsam feiern

Auch die Kicker von BW Schwege trumpften am Ende der Zwischenrunde groß auf und verbauten Rheine durch ein 2:1 die Finalrunde. Dazu kam ein 1:0 gegen die JSG GMHütte. „Die Jungs haben mega gekämpft und alles rausgehauen“, waren Kristin Stockhoff und Johannes Lefeld als Trainer völlig aus dem Häuschen. Am Rande hatten die VfL-Kicker die Schweger Spieler zur Höchstleistung angetrieben und am Ende gemeinsam in einer Traube gefeiert. „Das ist doch Fußball“, strahlte Stockhoff. Positiv war zudem der Auftritt des Gastgebers, der als Kreismeister wie der SV Bad Laer die Zwischenrunde erreichte und dort mit einem Sieg, zwei Remis und nur einer Niederlage als Dritter unglücklich ausschied.

Organisationstrio zufrieden

Das junge Organisationstrio mit Moritz Wilker (29), Michael Schlinge (25) und Christian Kremer (26) durften stolz auf seine geleistete Arbeit sein. „Ich glaube, es hat dem Verein gutgetan, dass wir uns eingebracht haben. Es hat Spaß gemacht, auch wenn es anstrengend war. Der ganze Verein hat geholfen. Die Vorbereitungen für nächstes Jahr haben schon begonnen“, sagte Kremer.

 

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Quelle: NOZ Online vom 11.06.2019