NOZ vom 26.11.16 – 500 000 Euro für vier GMHütter Bürgerprojekte

500 000 Euro für vier GMHütter Bürgerprojekte

Fonds-Mittel für Dröper, Alt-Hütte und Harderberg

we Georgsmarienhütte. Mit den 500 000 Euro, die im laufenden Jahr im GMHütter Haushalt für bürgerschaftliche Projekte bereitstehen, werden Teilbereiche der Schulhöfe in Dröper und der Regenbogenschule in Alt-Hütte sowie ein Soccerfeld mit Felsenmeer und ein Kunstrasenspielfeld auf der Fläche zwischen Grundschule und dem Krippenneubau der Kita St. Vianney am Harderberg realisiert.

Die Beschlussempfehlung, die der Ausschuss für Kultur, Schule, Soziales, Jugend und Sport in seiner ersten Sitzung in der neuen Wahlperiode 2016 bis 2021 für die Verteilung der Bürgerfonds-Mittel gefasst hat, fiel einstimmig. Bürgermeister Ansgar Pohlmann hatte zuvor die vier bis zur Eingangsfrist Anfang November bei der Stadt eingegangenen und auch bedachten Anträge vorgestellt – einschließlich der Finanzierungskonzepte.

„Allen Projekten liegen Planungskonzepte zugrunde, die im Rahmen von Planer-Werkstätten beziehungsweise Planerrunden oder im Rahmen von Schulhofinitiativen im bürgerschaftlichen Diskurs entwickelt wurden“, war auch noch einmal in der Beschlussvorlage herausgestellt worden. Voraussetzung für die Berücksichtigung: „Die Projekte dürfen nicht ausschließlich aus dem Bürgerfonds finanziert werden.“

Die 500 000 Euro, die auf Antrag der CDU-Fraktion im Haushalt 2016 stehen, seien „noch einmal vergoldet“ worden, hob der neue Ausschussvorsitzende Christoph Ruthemeyer (CDU) angesichts der Drittmittel und der Eigenleistungen in Höhe von mehr als 250 000 Euro hervor, die von den Antragstellern eingebracht werden. Am Ende führten die Ko-Finanzierungsmittel zu einem Gesamtinvestitionsvolumen von 773 500 Euro.

Die entfallen im Einzelnen auf: Neugestaltung Atrium/Piazza Schulhof Dröperschule mit Projektkosten von 12 500 Euro (Antragsteller Förderverein der Schule, Bürgerfonds maximal 7000 Euro, Sponsoring 2500 Euro, Eigenleistung 2500 Euro);

Mehrgenerationenspielplatz Schulhof Regenbogenschule in Alt-Hütte mit einem Gesamtvolumen von 195 000 Euro (Antragsteller Förderverein der Schule, Bürgerfonds 135 000, Förderung/Sponsoring 45 000, Eigenleistung 15 000);

Realisierung von Soccerplatz und Felsenmeer auf dem Gelände an der Grundschule Harderberg für 190 000 Euro (Verein Harderberger Bürger aktiv, 136 000 Bürgerfonds, Eigenleistung 54 000);

Kunstrasenspielfeld auf dem bisherigen Tennenplatz zwischen Harderberger Grundschule und dem Krippenneubau der Kita St. Vianney mit Mitteln in Höhe von 376 000 Euro (SV Harderberg, Bürgerfonds 220 000, Sponsoring 30 000, Eigenleistungen 31 620 Euro). Hier muss noch eine Finanzierungslücke von 92 000 Euro € geschlossen werden. Nach Vorstellung des Vereins könnte dies der Betrag sein, der für eine künftig anstehende Sanierung des Platzes eh hätte ausgegeben werden müssen.

„Eine überzeugende Sache“, stellte SPD-Vertreter Heiner Trimpe-Rüschemeyer zu den Ausführungen Pohlmanns zur Verteilung der Bürgerfonds-Mittel fest. Als es keine Fragen der Ausschussmitglieder gab, lobte Ausschussvorsitzender Christoph Ruthemeyer: „Ein guter Job des Bürgermeisters.“

Grünen-Ratsmitglied Robert Lorenz befand am Ende der Sitzung zum einstimmigen Votum: „Da kann man angesichts des Engagements der Antragsteller nicht dagegen stimmen – auch wenn es schon eine Frage ist, ob GMHütte noch einen sechsten Kunstrasenplatz braucht.“

Quelle: NOZ vom 26.11.2016, Seite 9

 

Kommentar von Wolfgang Elbers auf der gleichen Seite

Suboptimal

Der Ansatz, nach den positiven Erfahrungen, die zum Beispiel bei der Realisierung des Holzhauser Antoniusparks gemacht wurden, in diesem Jahr erstmals 500 000 Euro für Bürgerprojekte im Haushalt vorzusehen, ist der richtige Weg, um bürgerschaftliches Engagement zu stärken.

Zwar ist die Zahl der bis zum Stichtag bei der Stadt eingegangenen Anträge mit vier Vorhaben überschaubar, aber das war bei der Premiere letztlich auch nicht anders zu erwarten. Nicht ganz nachvollziehbar ist, warum die größte Förderung ein Kunstrasenprojekt in Harderberg erfährt, das seit einigen Jahren bei den Haushaltsberatungen immer wieder kontrovers diskutiert wird – zumal Eigenleistungen beziehungsweise Sponsoring des Sportvereins eher überschaubar sind. Da drängt sich der Eindruck auf, dass die Chance genutzt wurde, ein nerviges Dauerthema endlich von der Agenda zu bekommen. Da wäre vielleicht sinnvoller gewesen, die Mittel nicht komplett auszuschütten – zumal GMHütte sparen muss.

Hier wird spannend, welche Summe jetzt 2017 zur Verfügung steht.

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